
Nicht „das“ im Sinne von: Warum gehst du arbeiten? Sondern: Warum teile ich Einblicke aus meiner Arbeitswelt? Warum zeige ich Dinge, die hinter den Kulissen passieren? Warum poste ich über unsere Kultur, über kleine Erfolge, über Alltagsmomente?
Ich hatte erst keine Antwort - nur ein Bild im Kopf: Eine Pizza. Mit besonders viel Rand.
Ich dachte an diesen goldbraunen Rand, der zusammenhält, was sonst auseinanderfallen würde. Er gibt Form und Halt. Doch eigentlich ist es doch der Belag, der den Geschmack ausmacht? Er gibt doch der Pizza den Charakter? Er ist doch der Grund, warum wir überhaupt den Rand formen?
Und irgendwie hat mich das an unseren Arbeitsalltag erinnert. Es sind gewisse Elemente, die die Arbeit erst wirklich lebendig machen. Es ist das Warum, das uns antreibt und am Beginn einer jeden Erfolgsgeschichte steht.

Vielleicht ist das der richtige Moment für eine kurze Erklärung: Als Teil des ersten Jahrgangs unserer internen Ausbildung zum Culture Companion - ein Pilotprojekt, das Menschen im Unternehmen befähigen soll, Kultur erlebbar zu machen - haben wir in unserem ersten Modul eine Hausaufgabe bekommen: Unseren persönlichen Golden Circle zu definieren - das berühmte Modell von Simon Sinek, das mit der innersten Frage beginnt: Warum tue ich, was ich tue? gefolgt von Wie setze ich das um? und Was genau mache ich eigentlich?
Für mich war das keine Übung, die man in zehn Minuten abhakt. Ich habe ein paar Tage später nochmal hingeschaut. Dinge angepasst. Und dabei gemerkt: Das hier ist nicht einfach nur eine Social-Media-Rolle. Es ist ein neuer Blick auf das, was Arbeit für mich bedeutet. Also habe ich angefangen, das aufzuschreiben.

Warum tue ich das? Weil ich zeigen will, dass Arbeit auch leicht sein darf. Dass Kultur nicht aus Leitbildern besteht, sondern aus Momenten. Und dass man morgens nicht mit Bauchweh aufwachen muss, wenn man am richtigen Ort ist.
Wie tue ich das? Mit einem Augenzwinkern. Mit Posts, die ehrlich sind. Mit Storys, die auch mal eine Panne zeigen - weil genau da Kultur sichtbar wird.
Was tue ich? Ich öffne ein Fenster in meinen Arbeitsalltag. Als jemand, der Spaß daran hat, Kultur sichtbar zu machen. Nicht perfekt. Aber authentisch.
Die ist geblieben. Als Symbol. Für Haltung. Für alles, was man leicht übersieht – aber das Ganze eigentlich erst richtig gut macht.
Wenn du also das nächste Mal an deine Arbeit denkst - frag dich vielleicht nicht nur, was du tust, sondern warum du es tust. Und wie du es zeigen würdest. Mit Käse? Mit Rand? Oder gleich mit einem ganz eigenen Rezept?
Denn manchmal beginnt Veränderung da, wo man einfach mal anders draufschaut - und plötzlich eine Pizza sieht.
