Die spannendsten Success Stories bei HDI findet man bei den Menschen, die hier arbeiten. Wir haben mit Ali Shah gesprochen, dessen Lebensweg sinnbildlich für das steht, was uns als Unternehmen und insbesondere die Culture Companions ausmacht: Vielfalt, intrinsische Motivation und vor allem: die vereinende Idee, dass professionelle Performance ihren Ursprung immer in den Menschen hat, die Kultur aktiv gestalten. Aber genug pathosreiche Einleitung – los geht’s mit dem Interview:
7 Fragen an Ali, UX-Experte bei HDI und Culture Companion
1. Ali, du bist in East London aufgewachsen und hast ursprünglich Elektrotechnik und digitale Netzwerke studiert. Wie kam es zum Wechsel in den Bereich User Experience – und was hat dich daran so begeistert?
Mein Einstieg in die Technik war eher pragmatisch: Ich war gut in Mathe und Naturwissenschaften, also lag dieser Weg nahe. Aber „richtig“ hat es sich eigentlich nie angefühlt. Ich landete in einem Rechenzentrum, völlig abgeschottet von Menschen. Da wurde mir klar: Ich brauche menschliche Verbindung, nicht nur Maschinen.
Durch eigene Projekte, Lehraufträge und später durch mein Studium der Kognitionswissenschaft habe ich erkannt, wie Technologie Menschen dienen kann – und nicht umgekehrt. So bin ich zur User Experience gekommen, lange bevor es diesen Beruf offiziell gab. Ich wollte sozusagen „das System vermenschlichen“.
2. Du sagst, du bist fasziniert davon, „das System zu vermenschlichen“. Wie bringst du diese Haltung in deine Arbeit bei HDI ein?
Viele interne Systeme wurden rein funktional gedacht, nicht mit Blick auf die Menschen, die sie nutzen. Das führt zu Frust, Komplexität und Zeitverlust. Ich sehe meine Aufgabe darin, diese Lücke zu schließen, indem ich die Bedürfnisse der Nutzer:innen verstehe und darauf aufbauend bessere, intuitivere digitale Erlebnisse gestalte.
Seit 2018 bewegt sich bei HDI viel in Richtung nutzerzentriertes Design. Aber wir stehen erst am Anfang – da ist noch viel Potenzial.
3. Was bedeutet es konkret für dich, Systeme menschlicher zu machen?
Es geht darum, Empathie in Bereiche zu bringen, in denen sie oft fehlt. Systeme werden von Menschen gebaut, aber manchmal vergessen wir dabei die Menschen, für die diese Systeme gedacht sind. Menschlich bedeutet nicht weich oder emotional, sondern verständlich, einfach nutzbar und sinnvoll für die Menschen, die damit arbeiten.
4. Du hast in verschiedenen Ländern gelebt und gearbeitet. Was kann HDI tun, um noch mehr Menschen mit vielfältigen Geschichten anzuziehen?
HDI hat bereits wichtige Schritte unternommen, etwa durch mehr englischsprachige Angebote in der internen Kommunikation und bei Entiwcklungsprogrammen. Das ist ein starkes Signal für Inklusion.
Ein Unternehmen wird jedoch erst wirklich attraktiv, wenn es Vorbilder sichtbar macht, unterschiedliche Werdegänge zeigt und Entwicklungschancen klar kommuniziert. Wer sieht, dass Vielfalt möglich und gewollt ist, bleibt eher – und kommt auch gern. HDI ist in Bewegung – mit mehr Sichtbarkeit und Offenheit können wir deshalb noch mehr internationale Talente gewinnen.
5. Wie definierst du deine eigene Kultur?
Das ist eine große Frage. Für mich ist Kultur das, was wir erzählen – über uns selbst, über das, was uns wichtig ist, und darüber, wie wir handeln.
Bei HDI ist Kultur nichts, was einfach da ist. Sie entsteht durch Entscheidungen, Gespräche und Verhalten. Und genau deshalb ist das Culture Companion Programm so wichtig: Es macht uns bewusst, dass und was wir gestalten können.
6. Du bist Teil der Culture Companions. Warum machst du mit und was möchtest du als Corporate Influencer bewirken?
Ganz ehrlich? Am Anfang klang es einfach cool und es war eines der wenigen Programme, das auch auf Englisch angeboten wird. Doch dann habe ich das Potenzial erkannt: Bei HDI leisten viele Menschen großartige Arbeit, aber niemand redet darüber. Das möchte ich ändern.
Oft wird eher betont, was noch nicht funktioniert. Dabei vergessen wir, was schon längst gut läuft. Als Culture Companion will ich diese Geschichten erzählen: intern, um mehr Anerkennung zu schaffen, und extern, um zu zeigen, wohin wir uns entwickeln.
7. Welchen Rat gibst du Menschen, die – wie du früher – beruflich in einer Übergangsphase sind oder sich neu orientieren möchten?
Warte nicht darauf, dass dir jemand die Erlaubnis zur Weiterentwicklung gibt. Wenn du das Gefühl hast, festzustecken, dann fange an, Fragen zu stellen, auch wenn das bedeutet, bestehende Strukturen zu hinterfragen. Aber auch Unternehmen sind gefragt: Sie müssen Übergänge begleiten, Lernwege ermöglichen und Talente von innen fördern. Sonst gehen Menschen – und das wäre ein großer Verlust. Ich wünsche mir deshalb, dass wir am Ball bleiben. Veränderung ist längst auf dem Weg – wir müssen nur dafür sorgen, dass es weiter vorangeht.
Top 5 Karriere-Learnings von Ali
1. „Lass dich nicht nur von dem leiten, worin du gut bist.“ Erfüllung entsteht, wenn man den Mut hat, Neues zu wagen, auch wenn man darin (noch) nicht perfekt ist.
2. „Folge dem Unbehagen – dort entsteht Wachstum.“ Die größten Entwicklungsschritte passieren außerhalb der Komfortzone – ob beruflich, geografisch oder persönlich.
3. „Menschliche Verbindung ist unverzichtbar.“ Empathie, Zuhören und echtes Verständnis geben Arbeit Sinn – in Produkten wie in Teams.
4. „Kultur ist kein unveränderliches Erbe, sondern etwas, das man formt.“ Kultur entsteht im Alltag. Wer sie mitgestaltet, verändert das große Ganze.
5. „Veränderung ist da – bleib dran.“ Systeme ändern sich nicht über Nacht. Aber jeder Beitrag zählt. Und viele sind schon auf dem Weg.
Ali Shah
User Experience Designer
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